Aktuelles
Schüler zu Besuch
Am 26. Januar 2012 waren bei uns Schüler der Ogata-Gruppe aus der Ludgerus Grundschule unter der Leitung von Frau Streckmann und Frau Pichert zu Besuch. Diesen Besuch haben wir mit Frau Wickel aus dem Kulturamt der Stadt Ratingen geplant. Die Idee lag darin, den Schülern die Geschichte der Ratinger Juden näher zu bringen. Neben den Erzählungen wurde Ihnen das Modell der alten Synagoge, die an der Bechemer Straße gestanden hat, gezeigt, das Schilde an der Synagogengasse und das Denkmal auf dem Friedhof an der Werdener Straße. Anschließend setzten wir uns in den Vereinsräumen an die Tische, bewirteten die Schüler mit Tee und Matzos und beantworteten ihre Fragen. Wir erzählten über die jüdischen Feste und warum es jetzt das Jahr 5772 nach dem jüdischen Kalender ist. (G.L.)
Im Schein der Chanukkia
Besinnlich ging es beim diesjährigen Chanukka, dem jüdischen Lichterfest, zu. Der Kulturverein SCHALOM konnte am 23. Dezember 2011 zahlreiche Gäste im Zentrum der Heilig-Geist-Gemeinde in Ratingen West begrüßen: Bürgermeister David Lüngen und Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, zündeten gemeinsam mit dem SCHALOM-Vorsitzenden Vadym Fridman die Lichter der Chanukkia an. Die Vorstände der Ratinger Jonges, Georg Hoberg und Leo Schleich, waren ebenso gekommen wie Manfred Buer vom Lintorfer Heimatverein, die Kreistagsabgeordnete Erika Cebulla (CDU), die Ratsmitglieder Susanne Stocks (Grüne) und Hannelore Hanning (FDP) sowie Erhard Raßloff vom Sozialamt und die Höseler Künstlerin Erika Lomberg.
Aachener Freunde besuchen Ratingen
Am 6 April 2011 machten die Schalom–Mitglieder eine Reise nach Aachen. Dort haben wir nicht nur Rabbiner Max Mordechei Bohrer, sondern auch viele nette Menschen aus dem Senioren Club "Amos" mit Alexander Resnikov als Vorsitzendem kennenlernt. Am 28. November haben wir mit Herr Resnikov telefoniert. Er hat erzählt, dass viele Mitglieder des Clubs die Stadt Ratingen am 19. Dezember besuchen wollen. Darauf hin haben bei uns die Vorbereitungen begonnen.Das Amt für Kultur und Tourismus unserer Stadt hat uns dafür zwei Reiseleiterinen empfohlen: die Stadtführerinnen Christa Amberg und Helga Langheinrich. Zusätzlich hat die Judische Gemeinde Düsseldorf koscheren Kuschen gemacht und am frühen Morgen gebracht. Es sind 29 Mitglieder des Clubs zu uns gekommen. Die Reiseleiterinnen haben mit unseren Gästen eine Stadtführung gemacht, alle historische Plätze gezeigt und die Stadtgeschichte sehr detailiert erzählt.Danach kamen die Aachener in die Räume unseres Vereins, wo wir ihnen die Geschichte der Gründung unseres Vereins und unser tägliches Leben vorgetragen haben. Für das Ganze bekamen wir von den Aachenern sehr viele Danksagungen. (G.L.)
Reise in die deutsche Hauptstadt
Zum zweiten Mal nahm ich an der Reise nach Berlin mit dem
Gesprächskreis „Kirche und Politik in Niederberg und Ratingen“ teil. Eingeladen worden war ich vom Mitglied des Deutschen Bundestages, Frau Kerstin Griese. In diesem Jahr begleitete mich Grigorij Lisnowski, mein Stellvertreter. Die Reise fand vom 23. bis 26. November statt. In diesen Tagen haben wir viele neue Dinge erfahren und nette Leute kennen gelernt. In einem Saal des Deutschen Bundestages begannen wir am 23. November mit der Begrüßung und der Vorstellung mit Kerstin Griese. Am 24. November gab es eine Stadtrundfahrt durch Berlin und ein Gespräch mit Prälat Bernhard Felmberg, dem Bevollmächtigten der Evangelischen Kirche bei der EU, und mit Kerstin Griese. Wir besuchten die Neue Synagoge Berlin/Centrum Judaicum und nahmen am 25. November an einer Plenarsitzung und Diskussion mit Wolfgang Thierse, dem Bundestagsvizepräsident, teil. Am 26. November besuchten wir die Gedenkstätte Berliner Mauer. Unser Dank gilt Kerstin Griese für diese Reise; wir wünschen viel Erfolg für Ihre Tätigkeit in Zukunft. (V. Fridman)
Sukkot bei Schmuddelwetter
Wie man trotz Schmuddelwetters Gemütlichkeit genießen kann, lernten die SCHALOM-Mitglieder am 18. Oktober 2011/5772 in der Laubhütte am Grünen See gemeinsam mit Rabbiner Chaim Barkahn vom Chabad Lubawitsch Düsseldorf. Er war nach altbewährter und jahrelanger Tradition wieder einmal gekommen, um gemeinsam mit den Ratingerinnen und Ratingern Sukkot zu feiern. Und wie es sich gehört, blieb die Außenwelt nass und kalt, während das Innenleben der Sukke mit menschlicher Wärme, strahlenden Augen und dem Duft der mitgebrachten Speisen erfüllt wurde.
Neujahrsfest mit vielen Gästen
Viele Gäste waren am 28. September 2011 ins Medienzentrum gekommen, um gemeinsam mit dem Kulturverein SCHALOM Rosh HaShana zu feiern und das neue Jahr 5772 zu begrüßen. Wein, Äpfel mit Honig, Gebäck, Feigen und nicht zuletzt ein großer Fischkopf sorgten für zufriedene Besucher...
...des traditionellen Festes, das vom Vereinsvorsitzenden Vadym Fridman erklärt wurde. Und natürlich durfte das Shofarblasen nicht fehlen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Anneliese Korzonnek (SPD) begrüßte wie gewohnt sehr herzlich. Außerdem waren Besucher aus Leverkusen gekommen, die selbst einen jüdischen Kulturverein gründen möchten. Der Vorstand der Ratinger Jonges war ebenso vertreten wie FDP-Chefin Hannelore Hanning, die Integrationsbeauftragte Zeliha Yetik und Sozialamtsleiter Erhard Raßloff. Die Vereinsmitglieder wünschen allen Ratingerinnen und Ratingern in gutes neues Jahr.
Shana tova und Chag sameach!
Rosh HaShana 5771/5772
Der Kulturverein SCHALOM lädt wieder zum traditionellen Neujahrsfest Rosh HaShana ein für Mittwoch, 28. September/Erew Rosh HaShana, 19 Uhr, in das Lesecafé des Medienzentrums in Ratingen-Mitte. Mit einem kräftigen Stoß in das Shofar-Horn werden das neue Jahr 5772 begrüßt und auch die hohen Feiertage im Jahreskreis eingeläutet. Die G´ttesdienstzeiten am 1. Tischri/29. September in der Düsseldorfer Synagoge an der Zietenstraße lauten: 9.15 Uhr Schacharit (bis ca. 13.00 Uhr), ab ca. 11.00 Uhr Shofar, nach dem Kiddusch Taschlich, 18.45 Mincha, 19.00 Ma’ariv.
Vortrag bei SCHALOM im Sommer 2011
Уже во второй раз по приглашению eврейского культурного общества «Шалом» перед членами общeства города Ратинген выступает с лекциями доктор Рита Гензелева, научный сотрудник Еврейского университета в Иерусалиме, автор книги «Пути еврейского самосознания» (Изд.«Гешарим»,Иерусалим-Москва, 1999).Лекции др. Гензелевой связаны с тематикой её книги и научных статей – с проблемой национальной самоидентификации в её литературном выражении у авторов-евреев, пишущих на русском языке.
В минувшем году слушатели познакомились с бесцензурной сатирой активистов еврейского движения в СССР периода 70-х–80-х годов. Речь шла о преследуемых властями домашних постановках пуримшпилей, тексты которых никогда не публиковались. Лектору удалось собрать более пяти десятков таких пьес, созданных активистами еврейского движения тех лет в городах с многочисленным еврейским населением от Прибалтики до Восточной Сибири. Сатирические тексты этих пуримшпилей запечатлели пробуждение еврейского самосознания советских евреев, их порыв к возрождению убиенной советской властью еврейской культуры.
В нынешнем году члены нашего общества получили возможность составить представление о русскоязычной литературе Израиля. В составе миллионной «алии» из СССР и стран бывшего Союза в Израиль прибыло немало писателей. Многие из них были известны и популярны в стране исхода. В их числе – Анатолий Алексин, Григорий Канович, Дина Рубина, Игорь Губерман, Александр Каневский, Руфь Зернова, Феликс Кандель и другие. Для каждого из них возвращение на доисторическую родину стало успешным и качественно новым витком их творчества. Художественная новизна израильского творчества Игоря Губермана определялась не только новой тематикой, обращением к иным читателям и полной свободой творчества. Глубокомысленные четверостишия Губермана, настоянные на редком даре поэта видеть и обнажать смешное, так называемые «гарики», в Советском Союзе не публиковались, но обрели широкую известность благодаря устной передаче или по каналам «самиздата». Особенность израильского творчества Губермана и его отличия от произведений советских лет определялись новым национальным самоощущением и новой еврейской самоидентификацией писателя. Объём этой заметки позволяет привести лишь небольшой пример из лекции. Еврейская тема в стихах Губермана советской поры была так или иначе сопряжена с проблемой антисемитизма, неподвластного времени, логике, здравому смыслу: «Всегда на еврея найдётся судья/ За живость, за ум, за сутулость,/За то, что еврейка стреляла в вождя,/ За то, что она промахнулась./ В отличие от этого, в «гариках», созданных в Израиле, на земле далёких предков, звучит гордость поэта своей принадлежностью к еврейскому народу: «Я – сын таинственного племени,/ Не знавшего к себе любовь и жалость,/ Которое горело в каждом пламени/ И сызнова из пепла возрождалось/». Эта гордость не имела ничего общего с идеализацией соплеменников: «Еврейского характера загадочность/ Не гений совместила со злодейством,/ А жертвенно хрустальную порядочность/ С таким же неуёмным прохиндейством./». Знакомство с еврейской культурой на русском языке в Израиле представляет для нас, членов возрождённого еврейского общества города Ратинген, большой интерес. Мы благодарны лектору и поддерживаем активную деятельность Дюссельдорфской общины по приобщению выходцев из СССР к еврейским традициям и еврейской культуре.
С Доктором Гензелевой беседовали: В. Фридман и Г. Лисновский
Lesung beim Kulturverein
Am 21. Juli 2011 fand beim Kulturverein SCHALOM eine Lesung statt. Gäste
der Vereinsmitglieder waren diesmal die Künstlerin Erika Lomberg aus
Hösel und die Duisburger Schriftstellerin Renate Habets, die aus ihrem
Erzählzyklus „Für ein Kaddisch“ vorlas. Der Anstoß für das
künstlerische Schaffen beider Frauen war das Mitwirken am Projekt „Der
gute Ort“ zu dem Judenfriedhof am Blomericher Weg in Ratingen-Hösel.
Sehr treffend äußerte sich zu diesem Thema seinerzeit Heinrich Heine,
der gesagt hat: "… jeder Mensch ist schon eine Welt, die mit ihm geboren
wird und mit ihm stirbt. Unter jedem Grabstein liegt eine
Weltgeschichte."
Und so schrieb Renate Habets Erzählungen, „in denen
sie zeigen wollte, wie es hätte gewesen sein können, damals, im 19.
Jahrhundert, in der jüdischen Gemeinde Kettwig vor der Brücke“. Mit
großem Interesse lauschten die Zuhörer der Schriftstellerin, als sie die
Geschichte vorlas, in der über eine Familie berichtet wird, die aus
Russland gekommen hier in „Kettwig vor der Brücke“ ihre neue Heimat
gefunden hat. Mit tiefem Gefühl und warmer Anteilnahme versetzte sich
die Autorin in das Schicksal der Menschen. Und die Zuhörer, auch
Auswanderer aus Russland, hatten die Möglichkeit, ihre „Strapazen“ mit
denen aus dem 19. Jahrhundert zu vergleichen. Aber immerhin war und ist
es eine Schicksalswende, die für jeden einmalig ist… (H.S.)
Pessachfest mit orthodoxen Gästen
Am 18. April 2011 feierte der Kulturverein in seinen Ratinger Räumen das Pessachfest. Zum Pessachgebet mit anschließendem Essen waren nicht nur rund 35 Mitglieder von „Schalom“ gekommen, sondern auch zwei Jeschiva-Schüler und angehende Rabbiner vom Chabad Lubavitch aus Kanada und den USA. Das Bild zeigt den begeisterten Vereinsvorsitzenden Vadym Fridman beim Anlegen der T´fellin, der Gebetsriemen an Arm und Stirn, unter Anleitung des jungen Besuchers.
Schalom in Aachen
Am 6. April 2011 machten sich die Schalom-Mitglieder auf eine Bildungsreise nach Aachen und besuchten dort unter anderem die Synagoge, wo sie von Rabbiner Max Mordechai Bohrer empfangen wurden. Er zeigte der Reisegruppe das moderne Gebäude und seine vielen Besonderheiten. Die Gemeinde, die zum Landesverband jüdischer Gemeinden Nordrhein zählt, hat rund 1.400 Mitglieder. Das 1995 erbaute und sehr beeindruckende G´tteshaus trägt an der Außenseite die hebräische Inschrift „Mein Haus soll sein ein Haus des Gebets für alle Völker!“.
Integration geht durch den Magen
Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern auch Kultur und Integration. Das konnten die zahlreiche Zuhörer erfahren, die am 30. März 2011 ins Medienzentrum gekommen waren. Über "Jüdisches Leben heute in Nordrhein-Westfalen" sprach dort nämlich Michael Rubinstein, der Integrationsbeauftragte ders Landesverbands Nordrhein, im Rahmen der Jüdischen Kulturtage NRW. Aber das Wichtigste: Schalom servierte typische und traditionelle jüdische Speisen, denn nach einem guten Vortrag ist der Kopf voll, aber der Bauch leer. Rubinstein erläuterte die Entwicklung der jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Neuzuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre, was auch die Schalom-Mitglieder betrifft. Er vermittelte tiefe Einblicke in das jüdische Gemeindeleben und schilderte ganz offen Chancen, Schwierigkeiten und Perspektiven. Die Zuhörer hatten anschließend die Möglichkeit für Rückfragen und Gespräche. Und dann gab es kunstvolle Rosinen-Quark-Pfannkuchen, Hähnchenrouladen, Pessach-Matzen und Strudel, Fischfrikadellen, gefüllte Pflaumen und frischen Farschmack. "Gemeinsam essen und trinken bietet eben überall den passenden Rahmen dafür, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen", sagte Erika Münster, Leiterin der Stadtbibliothek und des Medienzentrums.
Prinzessin, Purim, Puppenspiel
Das diesjährige Purimsfest fand im Rahmen der Jüdischen Kulturtage NRW (siehe unten) am 23. März 2011 statt. Das Interkulturelle Zentrum Ratingen e.V.hatte ein Puppenspiel mit Musik vorbereitet, das die Geschichte von der Prinzessin Esther, von Haman und Ahashverosh und der Errettung der Juden im persischen Exil mit viel Humor nacherzählte. Vorstand und Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf waren nach Ratingen gekommen, um gemeinsam mit Schalom und vielen anderen Gästen das heitere Purimsspiel zu sehen. Unter den Gästen war auch die Höseler Künstlerin Erika Lomberg, deren Werke - eine sensible künstlerische Auseinandersetzung mit dem alten jüdischen Friedhof am Blomericher Weg in Breitscheid - derzeit im Medienzentrum zu bewundern sind. Sparkassenvorstand Wolfgang Busch, Heimatfreund Manfred Buer aus Lintorf, die Hausherrin und Stadtarchivarin Dr. Erika Münster-Schröer sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Anne Korzonnek (SPD) waren ebenso gekommen wie andere Ratsmitglieder, Freunde von Schalom oder Mitglieder des türkisch-islamischen Vereins in Ratingen.
Einblicke! Jüdische Kulturtage in NRW 2011
"einblicke – jüdisches (er)leben." So lautet das Motto der diesjährigen Jüdischen Kulturtage in Nordrhein-Westfalen. Sie finden inzwischen zum vierten Mal statt (nach 1998, 2002 und 2007), und fast ganz Nordrhein-Westfalen beteiligt sich. Die Jüdischen Kulturtage in NRW 2011 sind ein gemeinsames Projekt der 52 Städte, der drei Landesverbände der Jüdischen Gemeinden in NRW, der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe, des NRW KULTURsekretariats Wuppertal und des Kultursekretariats NRW Gütersloh.
Da dürfen natürlich auch Ratingen und der Ratinger Kulturverein SCHALOM nicht fehlen:
Es geht los am 18. März mit der Ausstellungseröffnung im Medienszentrum: Erika Lomberg: „Der gute Ort“ Jüdische Friedhöfe in bildkünstlerischen Arbeiten. Die Höseler Künstlerin hat den alten jüdischen Friedhof am Blomericher Weg und den jüdischen Friedhof Laupendahl in diesem Projekt zum Gegenstand ihrer künstlerischen Arbeiten gemacht. Ein mehrteiliges Ölgemälde, Holzschnitte und übermalte digitale Fotoarbeiten auf Silberburg-Papier sollen an die jüdischen Menschen der Region im 19. Jahrhundert und an alle vergessenen jüdischen Gemeinden erinnern. Die Ausstellung ist bis zum 18. April im Lesecafé zu sehen.
Vom 20. März bis zum 1. Mai 2011 ist dann im Museum der Stadt Ratingen eine weitere Ausstellung zu sehen: Gil Shachar: Skulpturen und Zeichnungen. Shachar, 1965 in Tel Aviv geboren und heute in Duisburg lebend, zählt zu den vielversprechendsten jungen Bildhauern in Deutschland, die sich dem Naturalismus der menschlichen Figur verpflichten. Nach seinem Studium in Ramat Hasharon erhielt er zahlreiche Preise, Stipendien und Lehraufträge in Israel, Österreich, Norwegen und Deutschland. Gezeigt werden bis zu 25 aktuelle und neue Arbeiten des Künstlers, erstmals auch Papierarbeiten, die seine Skulpturen zum Inhalt haben. Der Eintritt im Museum ist frei.
Am 22. März 2011 liest um 19 Uhr Lea Fleischmann aus ihrem Werk „Heiliges Essen“ im Medienzentrum. Lea Fleischmann wurde 1947 als Tochter jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebt hatten, in Ulm geboren. Sie studierte Pädagogik und Psychologie und arbeitete im Schuldienst. 1979 wanderte sie nach Israel aus und ließ ihre Erfahrungen in das Buch „Dies ist nicht mein Land“ einfließen. Heute lebt Lea Fleischmann in Jerusalem und ist eine authentische Vermittlerin der israelischen Kultur und der jüdischen Religion. In ihrem neuen Buch „Heiliges Essen“ erklärt die Autorin die Bedeutung der biblischen Speisegebote und macht Lust auf koscheres Essen, das zu einem spirituellen Erlebnis werden kann.
Am 23. März lädt der Kulturverein Schalom ab 19.00 Uhr zur traditionellen „Purim-Feier“. Der jüdische Kulturverein Schalom Ratingen hat es sich zum Ziel gesetzt, auch Nicht-Juden über jüdische Feste zu informieren und diese gemeinsam zu feiern. Regelmäßig lädt er daher ins Medienzentrum ein, um die Bürgerschaft daran teilhaben zu lassen. Anlässlich des Purim-Festes, einem fröhlichen Fest vergleichbar dem Karneval, wird ein Purim-Puppenspiel aufgeführt. Ausführender ist das Interkulturelle Zentrum Ratingen e.V. Ort: Lesecafé Medienzentrum.
Am 30. März 2011 hält um 19.00 Uhr Michael Rubinstein den Vortrag „Zwischen Normalität und neuem Aufbruch - Jüdisches Leben heute in Nordrhein-Westfalen“ im Medienzentrum. Rubinstein erläutert die Entwicklung der jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Neuzuwanderung von Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre. Er vermittelt Einblicke in das jüdische Gemeindeleben und schildert offen Chancen, Schwierigkeiten und Perspektiven. Die Zuhörerinnen und Zuhörer haben anschließend die Möglichkeit für Rückfragen und Gespräche. Der Referent ist Integrationsbeauftragter der Jüdischen Gemeinde von Nordrhein. Der jüdische Kulturverein Schalom stellt sich vor und bietet kleine Speisen an. Einlass: ab 18.00 Uhr
Um das Thema „Die Tante mit der Synagoge im Hof. Aus dem Leben rheinischer Landjuden“ geht es am 14. April 2011 um 19.00 Uhr bei der Filmvorführung im Medienzentrum. Das Vortragsgespräch halten Dr. Eckhard Bolenz, LVR-Landeskunde in Bonn, und Dr. Erika Münster-Schröer vom Stadtarchiv Ratingen. Im Rheinland wie auch in Ratingen und Umgebung gab es zahlreiche Landjuden, die als Metzger, Viehhändler und Hausierer tätig und weithin geschätzt waren. In kleinen Synagogen verrichteten sie ihren Gottesdienst und ihre Zusammenkünfte. Der einleitende Vortrag blickt auf die wechselvolle Geschichte des rheinischen Judentums, die heute exemplarisch im LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen präsentiert wird.
Weitere Highlights während der Jüdischen Kulturtage NRW siehe die HOMEPAGE.
Chanukka: Der Verein wächst
RATINGEN. "Ich habe das Gefühl, dass jedesmal mehr Gäste zu Ihren Festen kommen. Und das freut mich", so Ratingens erster stellvertretender Bürgermeister David Lüngen (CDU) beim diesjährigen Chanukka-Fest. Und tatsächlich war das Medienzentrum bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Kerzen der Chanukkia angezündet wurden. Dr. Oded Horowitz, der im November zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf gewählt worden ist, kam ebenso wie Rabbiner Wladyslav Kaplan oder Esra Cohn vom Landesverband nach Ratingen. Viele andere Freunde des Kulturvereins aus Politik und Religion, Kultur und Gesellschaft waren gekommen, um die Geschichte vom Chanukka-Wunder zu hören.
Artikel über Sukkot in der Rheinischen Post
Die Tageszeitung RHEINISCHE POST, Lokalredaktion Ratingen, hat in ihrer Ausgabe vom 30. September 2010 über das Sukkot-Fest berichtet:
Koscherer Wein und Kuchen
Von Kathrin Schäfer
Ratingen (RP) Fast alle kamen zu Fuß durch den Sprühregen. Sie sind alt, die Schritte schmerzten. In Israel regnet es nicht, da weht der Wüstenwind über das Gesicht, wenn sich Menschen zum Sukkot, dem Freudenfest in Erinnerung an die Wüstenwanderung Israels, zusammenfinden.
Beiden Orten – der Wüste und dem Grünen See Ratingen – ist die Zusammengehörigkeit gemein, die Menschen bei der Feier des Fests spüren. Denn schon auf dem Fußmarsch dorthin unterhielten sich die Ratinger.
Zeit, die schnell vergeht, wenn man viel gereist ist, wie Ran Ronen, der aus Düsseldorf nach Holland gezogen war, um dann für Studium und Arbeit weiter umzuziehen. Oder wie der ältere Herr Walter, der in der ehemaligen DDR seinen Glauben nicht praktizieren durfte. Als Walter, dem nach der Wende durch sein berufliches Reisen obendrein wenig Heimatgefühl beschieden war, die kleine Gemeinde in Ratingen entdeckte, ergriff ihn ein fast demütiges Gefühl von Zuhause.
"Zuhause" hört man viel, unter den rund 25 Feiernden. Dabei sitzen sie im Park unter einem Laubdach. Grüne Schilfzweige hängen von der Decke eines weißen Partyzelts herab. Es gibt Bierbänke, Tische, koscheren Wein und Kuchen. Zentral aber ist ein Segensspruch, den Chaim Barkahn, Rabbiner einer orthodoxen Gemeinde in Düsseldorf, erteilt.
Dazu hält er einen Strauß aus vier Zweigen und Früchten, zusammen in die Luft, den sogenannten Lulav. Die gelbe Frucht einer Zitronenart mit Namen Etrog und je den Zweig von Palme, Myrte und Bachweide. Während die Etrog Geschmack und Geruch habe, sei die Bachweide frei von beidem, die anderen beiden Pflanzen verkörpern Zwischenformen. Mit der jüdischen Symbolik, die Geschmack mit der Tora und Geruch mit den Geboten verbindet, könne man die Menschen danach unterscheiden, wie intensiv sie sich dem Glauben verpflichtet fühlten.
So gibt es auch in Ratingen Zitronen- und Myrten-Menschen, also jene, die sich mit Geboten und Tora sehr stark auseinandersetzen und solche, die es nicht ganz so streng sehen. Aber beim Sukkotfest kommen alle Arten von Menschen zusammen. "Wir können viel diskutieren, aber alle sind wir Eins. Wie eine Familie", sagt Rabbi Barkahn.
Das war lange Zeit nicht selbstverständlich. Von der NS-Herrschaft an bis in das Jahr 2002 gab es kein ausgelebtes jüdisches Leben in Ratingen. Das reanimierte der Verein, der nun aus ungefähr hundert aktiven Mitgliedern besteht, mit seiner Gründung in ebendiesem Jahr.
Viele von ihnen wanderten in den neunziger Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion zu. Bei ihrer Ankunft in Ratingen waren sie sich ihrer jüdischen Wurzeln kaum noch bewusst – die aktive Ausübung ihrer Religion war in der Sowjetunion massiv erschwert. Gelebte Tradition wie das Sukkot im Herbst schaffen Orientierung, Zusammenhalt, religiöse Erfahrungen.
Aber der Verein kann noch mehr. Er hebt auch die Isolation der jüdischen Einwanderer und ihrer Familienmitglieder auf und fördert ihre sprachliche, soziale und kulturelle Integration in die deutsche Gesellschaft. Das war der Europäischen Union zur Gründung prompt eine Förderung wert. Der Verein sorgt außerdem für eine, auf ökumenischen Festen oft fehlende, Facette. Da sind die Christen meist unter sich. Der Verein hat den Wunsch, jüdische Feste gemeinsam mit Christen und Muslimen zu feiern.
Dem Vorsitzenden des Vereins in Ratingen Vadym Fridman, geboren 1935 in der Ukraine, geht es dabei natürlich auch um gegenseitiges Lernen und den Eintritt in einen Dialog. Aber eigentlich ist ihm das zu amtlich. Er macht es einfacher: "Es geht um das Zusammenleben. Wir wohnen in einem Staat. Die Probleme, die Sie überleben, überleben wir auch. Wir sind so einfache Menschen, wir alle."
Zwei Damen, die neben Fridman stehen, lächeln wissend und nicken. Frau Tietz und Frau Stockinger gehen in die evangelische Kirchengemeinde Ratingen Mitte. Sie kennen Fridman schon lange. Gegenseitig besuchen sie einander. Zur Adventsfeier in einem der Wohnzimmer der idyllischen Reihenhäuschen entlang der Grachten in West. Um gemeinsame Freunde zu beerdigen und zu betrauern. Und um Feste zu feiern wie Sukkot.
Laubhüttenfest am Grünen See
RATINGEN. Zum diesjährigen Laubhüttenfest am 28. September 2010/5771 konnte der Kulturverein SCHALOM in der geschmückten Sukke am Grünen See Rabbiner Chaim Barkahn vom Düsseldorfer Chabad Lubawitsch und Dr. Wladislaw Korenblum vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde begrüßen. Rabbi Barkahn sprach die Segenssprüche und brachte Kuchen und Gepäck mit. Die RP berichtete (siehe oben).
Shana Tova! Gut gelaunt ins neue Jahr 5771
RATINGEN. Gut gelaunt ging es für die Mitglieder des Jüdischen Kulturvereins Schalom ins neue Jahr. Rabbiner Vladyslav Kaplan blies beim diesjährigen Rosh HaShana-Fest am 7. September kräftig ins Shofar, und der Vorstand konnte zahlreiche Ehrengäste im Medienzentrum begrüßen: den stellvertretende Bürgermeister David Lüngen (CDU), Kulturdezernent Dirk Tratzig (SPD), die Ratsfrauen Hannelore Hannig (FDP) und Margret Paprotta (CDU), Karl-Heinz Rösnick und Erhard Raßloff von der Stadtverwaltung, die Höseler Künstlerin Erika Lomberg sowie zahlreiche Vertreter der jüdischen Gemeinde Düsseldorf: Prof. Dr. Stefan Rohrbacher, Esra Cohn und Frau sowie die Mitglieder des neuen Vorstands, Jacques Abramowicz, Dr. Wladislaw Korenblum und Frank Müller. Übrigens ließ sich der Schalom-Vorsitzende Vadym Friedman, der Ende Juli seinen 75. Geburtstag feiern konnte, trotz schlimmster Rückenschmerzen nicht von einem flotten Tänzchen abbringen. Unser Bild zeigt ihn in voller Aktion. Shana tova!
SCHALOM freut sich auf das Neujahrsfest
Der Jüdische Kulturverein Ratingen hat in diesem Sommer wieder einmal ein abwechslungsreiches Programm für seine Mitglieder organisiert. So gab es eine Bildungsreise in die Niederlande, Vorträge und eine Vorlesung einer israelischen Wissenschaftlerin der Hebräischen Universität Jerusalem. Jetzt freut sich der Verein auf das bevorstehende Rosh HaShana, das jüdische Neujahrsfest, das im September das neue Jahr 5771 einläuten wird.
Am 7. September, Erew Rosh HaShana, ab 19.00 Uhr, wird im
Lesecafé des Ratinger Medienzentrums gefeiert. Neben dem Shofar-Blasen und
süßen Speisen wird der Verein eine Pianistin begrüßen können.
Purimsspiel mit Schülerinnen der Liebfrauenschule
Zum diesjährigen Purims-Fest lädt der jüdische Kulturverein SCHALOM e.V. für Donnerstag, 4. März 2010, ab 19 Uhr, ins Lesecafé des Medienzentrums Ratingen am Peter-Brüning-Platz ein. Die Theatergruppe der katholischen Liebfrauenschule Ratingen bietet ein traditionelles Purimsspiel mit Musik und Schauspiel. Unter der Leitung von Ute Kessler, Edith Schürkens und Marion Steinbrink stellen die Schülerinnen die biblische Geschichte um Esther, Haman und Mordechai auf der Bühne mit musikalischer Begleitung von Andre Schürmann dar. Der SCHALOM-Vorsitzende Vadym Fridman wird den geladenen Gästen die Geschichte des jüdischen Purimsfestes erklären.
Gedenken an Auschwitz-Befreiung
Vor 65 Jahren, am 27. Januar 1945, befreiten sowjetische Truppen das Konzentrationslager Auschwitz. Mehr als eine Million Menschen starben in Auschwitz. Am 27. Januar 2010 kamen rund 50 Ratinger Bürgerinnen und Bürger, darunter zahlreiche SCHALOM-Mitglieder, zum Ehrenmal am Peter-Brüning-Platz, um der Opfer des Holocaust zu gedenken. Seit 1996 ist der 27. Januar nationaler Gedenktag. Bürgermeister Harald Birkenkamp dankte den Anwesenden dafür, "dass Sie zu der heutigen Feierstunde gekommen sind, um gemeinsam der Menschen aus Deutschland und ganz Europa zu gedenken, die von 1933 bis 1945 von Nazi-Deutschland verfolgt und ermordet worden sind." Er betonte in seiner Ansptrache: "Dass wieder Jüdinnen und Juden in Deutschland leben, ist ein Vertrauensbeweis. Nach dem Holocaust war das eigentlich unvorstellbar. Doch Jüdinnen und Juden sind zurückgekehrt oder später aus anderen Ländern hier eingewandert, sie haben, wenn auch oft auf gepackten Koffern sitzend, ihre Gemeinden wieder aufgebaut. Das ist ein Geschenk – und eine Verpflichtung." Die Gesellschaft sei dazu verpflichtet, "dem Antisemitismus entgegenzutreten, wo auch immer er auftaucht oder wer auch immer ihn äußert. Wir sind verpflichtet, dem ersten Artikel unseres Grundgesetzes immer und überall Geltung zu verschaffen. Sein Wortlaut - Die Würde des Menschen ist unantastbar - entsprang unmittelbar den fürchterlichen Erfahrungen mit der NS-Diktatur." (Quelle und Bild: Presseamt der Stadt Ratingen)
Hag Sameach Hanukka!!!
Wieder einmal hatte der Kulturverein zum Weihe- und Lichterfest Chanukka eingeladen. Gefeiert wurde am 16. Dezember 2009 im Café des Ratinger Medienzentrums am Peter-Brüning-Platz mit vielen Gästen und Rabbiner Michail Kogan.
Was braucht man für Chanukka? (entnommen vom Düsseldorfer Chabad)
Wie funktioniert die Chanukkia? Die Chanukkia, der achtflammige Leuchter. Zum Anzünden der Chanukkia wird eine zusätzliche Flamme benutzt – der Schamasch (Diener-Kerze). Olivenöl: Empfehlenswert ist es, mit Baumwolldochten in Olivenöl zu zünden, dem wegen seiner Rolle im Chanukka-Wunder besondere Bedeutung zukommt. Auch andere Öl-Sorten und Kerzen können eingesetzt werden.
Damit jede/r am Wunder von Chanukka teilhaben kann, sollte die ganze Familie
dabei sein, wenn die Chanukkia gezündet wird. Jungen sollten ermutigt
werden, ihre eigene Chanukkia zu zünden. Singles und Studenten, die in
ihrer eigenen Wohnung oder einem Studentenheim wohnen, zünden die
Chanukkia in ihren eigenen Räumen. Hinweis: Eine Chanukkia mit
elektrischen Kerzen erfüllt nicht die Mizwa des Chanukka-Zündens.
Wie bereitet man die Lichter vor?
Die Lichter müssen gleich hoch sein und in einer geraden Reihe stehen. Die Schamasch-Kerze,
mit der die anderen Lichter entzündet werden, hebt sich vom Rest ab –
sie steht höher oder niedriger oder abseits. Oft wird eine
Bienenwachskerze als Schamasch verwendet. Die Chanukka-Lichter müssen jede Nacht bis mindestens eine halbe Stunde
nach Nachteinbruch (Sichtbarwerden der Sterne) brennen. Vor dem
Lichtzünden sollte man darauf achten, dass die Menge an Öl (oder die
Größe der Kerzen) dafür ausreicht.
Wo stellt man die Chanukkia auf?
Die Mizwa von Chanukka ist das Zünden der Kerzen, um das Wunder von
Chanukka bekannt zu machen. Die Lichter werden entweder im Türrahmen
gegenüber der Mesusa platziert, sodass uns die beiden Mizwot – Mesusa und Chanukka – umgeben. Oder auf dem Fensterbrett mit Blick zur Straße, wenn sich das Fenster unter einer Höhe von 9 Metern befindet.
Wann zündet man die Chanukka-Lichter?
Während der Woche zündet man nach Sonnenuntergang. Am Schabbat, dem
heiligen Tag der Ruhe, ist es verboten, eine Flamme zu entzünden.
Deshalb zünden wir am Freitag die Chanukka-Lichter unmittelbar vor den
Schabbat-Kerzen. Samstagabends zünden wir die Chanukkia erst nach
Schabbatende, im Anschluss an das Havdala-Gebet, das zwischen Schabbat und Wochentag trennt.
Wie zündet man die Chanukka-Lichter?
Nachdem man die Chanukkia vorbereitet und am richtigen Ort aufgestellt hat, zündet man den Schamasch an und sagt die Segenssprüche. (Foto: Franz Naber)
Stadt Ratingen lädt zum Gedenken
Zu einer Gedenkstunde in Erinnerung an die Pogromnacht vom 9./10. November 1938 lädt der Bürgermeister der Stadt Ratingen, Harald Birkenkamp, für Montag, 9. November 2009, 17:00 Uhr in das Medienzentrum, Peter-Brüning-Platz 3 in Ratingen ein. Im Anschluss an die Gedenkstunde findet eine Kranzniederlegung und ein stilles Gebet am ehemaligen jüdischen Friedhof an der Werdener Straße statt. Männliche Teilnehmer werden gebeten, während des Gebets eine Kopfbedeckung zu tragen. Mitglieder von SCHALOM werden den Kaddish sagen.
Jüdische Gemeinde ehrt „Stolperstein“-Initiator
Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf hat bei ihrem traditionellen Neujahrsempfang am 23. September 2009 den Kölner Künstler Gunter Demnig mit der Josef-Neuberger-Medaille für sein Engagement ausgezeichnet. Die „Stolpersteine“, Erinnerungszeichen für ermordete Opfer des Nationalsozialismus, liegen im Pflaster vor den Häusern, die der letzte frei gewählte Wohnort von Juden, politisch Verfolgten, Sinti und Roma oder anderen Opfern des NS-Regimes waren. Mehr als 20.000 davon hat Demnig in den vergangenen Jahren in halb Europa verlegt, darunter auch in Ratingen und Düsseldorf. Die Vorstandsmitglieder Ruth Rubinstein und Dr. Oded Horowitz überreichten den Preis vor hunderten Gästen, darunter Oberbürgermeister Dirk Elbers, Rita Süssmuth, Fritz Pleitgen, Burkhard Hirsch und der israelische Botschafter Yoram Ben-Zeev. Der Preis erinnert an Dr. jur. Josef Neuberger (1902-1977), der Vorstandsmitglied der Gemeinde, Rechtsanwalt und Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen war.
Rund 250 Gäste beim Tag der offenen Tür!
Rappelvoll war es beim Tag der offenen Tür am 6. September 2009. Insgesamt rund 250 Gäste waren den Tag über in die Vereinsräume an der Mülheimer Straße geströmt, um dem Jüdischen Kulturverein Schalom einen freundlichen Besuch abzustatten und sich über dessen Arbeit zu informieren. Im Betraum hatte Smadi Teuchert vom Geschäft Judaica4all in Düsseldorf einen kleinen Verkaufsstand aufgebaut, wo es Bücher, CDs, Schmuck und sogar Hautcreme vom Toten Meer in Israel zu kaufen gab. Unsere Frauen hatten zu kosheren Köstlichkeiten im Pavillon geladen und eine kleine Ausstellung des Ratinger Stadtarchivs informierte unsere Gäste über die Geschichte der Ratinger Juden. Höhepunkt war allerdings die Präsentation eines detailgetreuen Modells der alten Ratinger Synagoge. Franz Naber, ehemaliger Integrationsbeauftragter der Stadt Ratingen, hatte in wochenlanger Heimarbeit das G´tteshaus gefertigt. Die Firma Frankenholz hatte die Materialien gesponsert. Dafür danken wir beiden herzlich.
Es begeisterte alle Gäste, darunter Juan-Miguel Strauss, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Wilfried Johnen vom Landesverband, die Rabbiner Vladyslav Kaplan und Chaim Barkan, Prof. Dr. Daniel Hoffmann, Prof. Dr. Stefan Rohrbacher vom Gemeinderat, Ratinger Kommunalpolitiker und Bürger sowie zahlreiche interessierte Gäste aus der Region. SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese kam extra aus Berlin, um dem Kulturverein einen Besuch abzustatten.
Herzlich Willkommen und Schalom! Der jüdische Kulturverein Ratingen Schalom e.V. stellt sich vor
Tag der offenen Tür: Am Sonntag, 6. September 2009, dem diesjährigen Europäischen Tag der jüdischen Kultur, stellt der Jüdische Kulturverein Schalom seine Vereinsräume und seine Arbeit vor. Zum Tag der offenen Tür sind alle Interessierten zwischen 10:00 und 16:00 Uhr herzlich eingeladen. Betraum, Bibliothek und Büros des Vereins an der Mülheimer Straße 46 können von den Gästen besucht werden. Die Vereinsmitglieder informieren über ihre Arbeit und freuen sich darauf, mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen.
Добро пожаловать
в Ратинген на «День открытых дверей» еврейского культурного общества «Шалом»!
6 сентября этого года еврейское культурное общество «Шалом» в Ратингене проводит «День открытых дверей». Как это стало возможным, почему мы проводим это мероприятие и откуда, я бы сказал такая смелость? Ведь исторически евреи старались уединиться ибо их всегда преследовали. Но наш семилетний опыт общения с жителями Ратингена, представителями католической, евангелической, исламской, алевитской и другими общинами Ратингена, совместное проведение праздников, весь уклад жизни демократической Германии позволяет нам провести это мероприятие.
В начале этого года мы обратились к руководству нашей общины с просьбой выделить нам дополнительное помещение для библиотеки и правления. Руководство общины пошло нам на встречу и выделило такое помещение. Встал вопрос как оборудовать это помещение. С библиотекой этот вопрос мы решили сразу – просто перенесли шкафы с книгами из общего зала в другую комнату, купили новые полки и поставили столы.
Другое дело – помещение для правления. Нам не хотелось превращать это помещение в канцелярию. Хотелось показать всем, кто к нам приходит, что здесь сидят люди, которые в какой-то степени являются продолжателями жизни тех евреев, история которых уходит в древние времена. И тогда возникла идея воссоздать хотя бы кратко в фотографиях истоию евреев Ратингена, котрая начинается в 1592 году.
Идею эту предложил зампредседателя правления Григорий Лисновский.
Мы все её горячо поддержали и обратились за помощью к нашему большому другу доктору Б. Флеерману. Он тепло откликнулся на нашу просьбу и через некоторое время привез нам в подарок двенадцать больших фотокопий исторических документов относящихся к периоду начиная с 1700 года.
Большую работу по восстановлению облика старой синагоги Ратингена, построенной в 1817 году, документов о преследовании евреев во времена национал-социализма, историчских фотографий провела фрау Рита-Мария Хаберман, следуя советам которой мы расположили предметы быта и религии на стенах и полках нашей комнаты в хронологической последовательности.
Мы решили воссоздать макет старой синагоги из шамотной глины и трудились около двух месяцев, но к сожалению у нас не получилось. Теперь этот макет в дереве создает Франц Набер и мы надеемся, что к указанному сроку все смогут увидеть в каком здании молились евреи Ратингена начиная с 1817 года по 1938, когда последние из них покинули город.
За этими скупыми словами – большая работа, которая была проведена нами, нашими друзьями и помощниками. Уважаемые члены еврейской общины Дюссельдорфа и Нойса!
Мы будем рады видеть Вас у себя в гостях 6-го сентября этого года с 10 до 16 часов в своем помещении по адресу: Mühlheimerstr. 46. Вы увидете как мы живем, проводим свой досуг и участвуем в еврейской жизни, услышите еврейскую музыку и попробуете еврейскую еду.
Председатель еврейского общества «Шалом»
Вадим Фридман
Schalom bei der NACHT DER MUSEEN in Düsseldorf
Die Landeshauptstadt Düsseldorf lädt wieder zur traditionellen NACHT DER MUSEEN. Am Samstag, 9. Mai 2009, sind ab 19 Uhr alle Türen geöffnet. Der Jüdische Kulturverein Schalom Ratingen ist mit dabei: Im Innenhof der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, präsentiert der Verein Köstlichkeiten und Spezialitäten der russisch-jüdischen Küche, unter anderem Hamantaschen, Matzos und frischen Farschmack. Karten (auch für alle anderen Museen) gibt es in der Gedenkstätte sowie an den Vorverkaufsstellen in Düsseldorf für 12,- EUR AK/VVK. Infos unter 0211-89-26202. Weitere Infos im Internet HIER.
Purim sameach: Schüler führten Purimsspiel auf
Mit stehenden Ovationen und kleinen Geschenken wurden die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums unter der Leitung der Religionslehrerin Annette Löwenberg belohnt. Wochenlang hatten sich die Schüler auf die Aufführung eines traditionellen Purimsspiels vorbereitet - mit großem Erfolg! Am 10. März 2009 feierte Schalom das Purimsfest im Freizeithaus West mit zahlreichen Gästen aus Verwaltung, Stadtrat und Politik. Bürgermeisterin Anneliese Korzonnek begrüßte die Besucher. Auch Vertreter des Landesverbands und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf waren gekommen, um das heitere Schauspiel um die Prinzessin Esther und den persischen Bösewicht Haman anzuschauen. Wie zu erwarten war: Die heikle Geschichte hat G''tt sei Dank ein happy End. Danach gab es selbst gemachte Hamantaschen mit Mohnfüllung und Zauberkünste, bei denen die Bürgermeisterkandidaten Stephan Santelmann (CDU) und Christian Wiglow (SPD) - sehr zur Freude des Publikums - auf der Bühne charmant von Zauberer Juri verzaubert wurden. Esra Cohn plante schon für dien Zukunft: "Ich hoffe doch mal sehr, dass nächstes Jahr hier in Ratingen wirklich alle Gäste verkleidet zum Purimsfest kommen werden", so der Vorsitzende des Landesverbands Nordrhein lachend. Sameach Purim! (Foto: Franz Naber)
Schalom lädt zum Purim!
Freudiger Ausblick auf das Frühjahr: Am Dienstag, 10. März 2009, wird Schalom wieder das Purim-Fest feiern. Eingeladen wird für 19.00 Uhr ins Freizeithaus West, Erfurter Straße 37. Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums unter der Leitung der Religionslehrerin Annette Löwenberg werden ein traditionelles Purimsspiel aufführen. Im Anschluss gibt es Zauberkünste, Musik und gefüllte Haman-Taschen (Foto). Purim ist ein Fest, das an die Errettung des jüdischen Volkes aus drohender Gefahr in der persischen Diaspora erinnert. Nach dem Buch Ester versuchte Haman, der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, die gesamten Juden im Perserreich an einem Tag auszurotten. Königin Ester führt jedoch durch Fasten und Gebet die Rettung herbei. In der Synagoge wird aus diesem Anlass ein Gottesdienst gefeiert, bei dem es meist nicht übermäßig ernst zugeht; der ganze Ablauf zielt auf Freude. Dabei wird auch die Festrolle des Buches Ester vorgelesen. Immer wenn der Name Haman fällt, soll von den anwesenden Kindern so viel Krach wie möglich mit Tuten und Rasseln gemacht werden. Dies beruht auf dem Befehl Gottes, den Namen Amaleks, Hamans Vorfahren, zu löschen, nachdem Amalek Israel auf dem Weg zum versprochenen Land behindert hat. Sein Name wurde zum Symbol der Judenfeindschaft für alle Zeiten. Gäste sind zum Purimfest herzlich willkommen!
27. Januar 2009: Stadt Ratingen lädt zum Gedenken
Bürgermeister Harald Birkenkamp lädt zum stillen Gedenken und zur Kranzniederlegung ein. Anlass ist der Gedenktag für die Opfer des Holocaust, der seit 1996 an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 erinnert. Dort wurden zwischen 1940 und 1945 etwa 2 Millionen Menschen von den Nationalsozialisten ermordet; es war das größte Konzentrations- und Vernichtungslager der Nazis. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 27. Januar 2009, 11 Uhr, am Ehrenmal auf dem Ehrenfriedhof an der Lintorfer Straße/Werdener Straße.
Rabbiner Kogan sprach über das Wunder von Chanukka
Lustig und gemütlich ging es zu beim diesjährigen Chanukka-Fest (5769/2008) des Jüdischen Kulturvereins Schalom. Rund 100 Mitglieder und Gäste des Ratinger Vereins hatten sich im Pfarrsaal der Heilig Geist-Kirche in Ratingen West eingefunden, um gemeinsam das diesjährige Lichterfest zu begehen. Vorsitzender Vadym Fridman begrüßte zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeisterin Anneliese Korzonnek, Kerstin Griese, Mitglied im Deutschen Bundestag, zahlreiche Mitglieder des Stadtrates, Polizeichef Elmar Hörster, Karl-Heinz Schneider von der St. Sebastiani-Schützenbruderschaft, Ex-Bürgermeister Wolfgang Diedrich sowie Vertreter der christlichen Kirchen und der moslemischen Gemeinde. Zwei Kerzen wurden am zweiten Tag des Festes an der Chanukkia angezündet, um an das biblische Chanukka-Wunder zu erinnern. Der allseits beliebte und gut gelaunte Düsseldorfer Rabbiner Michail Kogan hielt eine beeindruckende Ansprache, in der er auf die Bedeutung des Lichterfestes in der „dunklen“ Jahreszeit einging und Parallelen zum christlichen Weihnachtsfest zog. Er sprach von der Notwendigkeit der Toleranz und des Gesprächs zwischen den Religionen. (Foto: Franz Naber)
Schalom lädt zum Chanukka-Fest
Für Montag, 22. Dezember 2008/25. Kislev 5769, lädt der Jüdische Kulturverein Ratingen zum traditionellen Chanukka-Fest und dem Lichterzünden ein. Die Feier beginnt um 19.00 Uhr im Pfarrsaal der Heilig-Geist-Kirche, Maximilian-Kolbe-Platz 38 statt.
Jüdische Gemeinde ehrt Bundeskanzlerin Merkel
Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf, zu der auch die Ratinger Schalom-Mitglieder zählen, hat am 10. Dezember 2008 bei einem Festakt im Düsseldorfer Schauspielhaus Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Josef-Neuberger-Medaille geehrt. Zu dem Festakt im Rahmen des Jahresempfangs der Gemeinde waren auch der israelische Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Oberbürgermeister Dirk Elbers sowie Vertreter aus Politik, Religion und Gesellschaft gekommen. Die Laudatio hielt der Herausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit", Dr. Josef Joffe. "Sie hat nie eine Gelegenheit versäumt, sich gegen Fremdenfeindlichkeit zu engagieren und vor allem dafür, dass sich Minderheiten in diesem Land wohl fühlen können", so Vorstandsvorsitzender Juan-Miguel Strauss. Auch Vorstandsmitglieder von Schalom e.V. nahmen am Festakt teil und vertraten den Ratinger Kulturverein. Foto: WDR
9. November 2008: Gedenkstunde der Stadt Ratingen
Die Stadt Ratingen erinnerte am 9. November 2008 an den 70. Jahrestag des Pogroms mit einer Gedenkstunde. Bürgermeister Harald Birkenkamp, Herbert Rubinstein, Geschäftsführer des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden Nordrhein, sowie Schalom-Vorsitzender Vadym Fridman erinnerten mit über 250 Gästen an die Geschichte. Ratinger Schulen boten in der Aula der Anne-Frank-Schule ein nachdenklich stimmendes Programm. Im Anschluss fand eine Kranzniederlegung und ein Gebet am Jüdischen Ehrenmal, Werdener Straße, statt. Männliche Teilnehmer des Kulturvereins sprachen das Kaddish-Gebet.
70 Jahre nach der Pogromnacht
Im November 2008 jährte sich der als "Reichskristallnacht" oder "Novemberpogrom" bezeichnete Angriff auf jüdische Menschen und ihr Eigentum zum 70. Mal. In Ratingen lebten zu dieser Zeit nur noch sehr wenige Juden; die meisten waren emigriert oder in die Anonymität umliegender Großstädte verzogen. Die Synagoge an der Bechemer Straße wurde nicht zerstört, da sie kein G´´tteshaus mehr war und ein Brand umliegende Gebäude gefährdet hätte. Allerdings wurde der jüdische Friedhof an der Werdener Straße von Unbekannten geschändet, die auch nach 1945 nicht ermittelt werden konnten. Nachweislich haben Ratinger NSDAP- und SA-Angehörige an den Ausschreitungen im benachbarten Düsseldorf teilgenommen.
Neujahrsfest im Oktober 2008 - Jüdische Gemeinde Düsseldorf: "Wir sind wirklich stolz auf Schalom!"
Shana Tova! Zum traditionellen Rosh HaShana, dem jüdischen Neujahrsfest 5769 nach Erschaffung der Welt, hatte der Jüdische Kulturverein Ratingen für den 1. Oktober 2008 eingeladen. Das Fest im Lesecafé des Ratinger Medienzentrums wurde wieder einmal ein voller Erfolg. Juan-Miguel Strauss, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, war voll des Lobes: "Wir sind stolz auf den Ratinger Kulturverein und seine wichtige Arbeit hier in Ratingen."
Zu den Gratulanten zählten Bürgermeister Harald Birkenkamp, Kulturdezernent Dirk Tratzig, Polizeichef Elmar Hörster, die Bürgermeisterkandidaten Christian Wiglow (SPD) und Stephan Santelmann (CDU), die Integrationsbeauftragte Zeliha Yetik und Sparkassenchef Wolfgang Busch. Bei reich gedeckten Tischen gab es Musik, Wein und Tanz.
(Foto: Franz Naber)
Juni 2008: Sommerfest der Kulturen in Ratingen West
In der Kirchengemeinde Heilig Geist in Ratingen West fand am 21. Juni 2008 wieder das traditionelle Sommerfest mit allen Religionen statt. Die Vereinigung „Tafelrunde“ lud zum gemütlichen Beisammensein im Stadtteil ein. Die katholische und die evangelische Kirche waren ebenso präsent wie die Vertreter der moslemischen Glaubensgemeinschaften sowie 35 Mitglieder des Jüdischen Kulturvereins. Vorsitzender Vadym Fridman sprach einen Segensspruch aus und verteilte koscheres Brot. Bei Musik und Tanz ging das Sommerfest zu Ende.
Mai 2008: "Jüdische Zeitung" berichtet über Kulturverein
Die "Jüdische Zeitung" berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über den Jüdischen Kulturverein Ratingen. Hier geht´s zum Artikel. Die Jüdische Zeitung ist eine seit Herbst 2005 erscheinende Monatszeitung in deutscher Sprache. Sie ist die jüngste Veröffentlichung der Werner Media Group Berlin. Adressat der Monatsschrift ist einerseits die deutschsprachige jüdische Gemeinschaft sowie alle am Judentum und jüdischen Fragen Interessierten. Nach Selbstauskunft will die Zeitung den Prozess der Pluralisierung in der deutsch-jüdischen Gesellschaft aufmerksam, unabhängig und kritisch begleiten. Auch über für die jüdische Gemeinde relevante Vorgänge in ganz Europa, den USA und besonders aus Israel will die Jüdische Zeitung authentisch Bericht erstatten. Homepage
April 2008: Kulturverein lädt zum Konzert mit Brahms und Schubert
Der Jüdische Kulturverein Schalom lädt zu einem besonderen Konzert ein. Die Pianistin Tamara Russanova, Professorin der Gnessin-Akademie für Musik in Moskau, spielt Werke von Scarlatti, Schubert und Brahms. Das Konzert findet am Dienstag, 29. April, im Lesecafé des Medienzentrums, Peter-Brüning-Platz, statt. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
März 2008: Ratinger Juden feierten das Purim-Fest
Beim diesjährigen Purimsfest am 19. März 2008 konnte sich der Kulturverein über viele ausgelassene Gäste freuen, darunter Bürgermeisterin Margret Paprotta, Kulturdezernent Dirk Tratzig, Esra Cohn vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein (Bild rechts) samt Gattin, Georg Hoberg und Uwe Budzin vom Vorstand der Ratinger Jonges und der ehemalige Kulturdezernent Edzard Traumann. Zum ersten Mal durfte auch die neue Integrationsbeauftragte der Stadt Ratingen Zeliha Yetik begrüßt werden. Rabbiner Vladyslav Kaplan sprach das Sch´ma Israel. Von der Synagogengemeinde Köln war eine Musikergruppe angereist, die ein Purimsspiel vorbereitet hatte und mit ihrer Musik den Saal zum ausgelassenen Tanzen brachte. Nun freuen sich die Schalom-Mitglieder auf das bevorstehende Pessach-Fest.
(Fotos: Franz Naber)
März 2008: 6.000 Besucher beim "Zug der Erinnerung" in Düsseldorf
In diesen Tagen fährt der "Zug der Erinnerung" durch Deutschland. Mit
einer Ausstellung in drei Waggons ehrt er die vergessenen Opfer des NS-Systems: Kinder
und Jugendliche, die mit der "Deutschen Reichsbahn" in die
Vernichtungslager transportiert wurden. Schätzungen sprechen von über
einer Millionen. Es waren Kinder und Jugendliche aus fast sämtlichen
europäischen Staaten. Nur wenige kehrten zurück. In Düsseldorf sind namentlich 125 Kinder und Jugendliche bekannt.
Der Zug war vom 9. März bis zum 12. März 2008 am Düsseldorfer Hauptbahnhof auf Gleis 6 zu sehen. Insgesamt rund 6.000 Besucher, darunter zahlreiche Schulklassen, besuchten die Ausstellung. Die Initiative ging auf ein breites Düsseldorfer Bürgerbündnis zurück, dem u.a. die Jüdische Gemeinde, der Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein, die evangelische und die katholische Kirche, der VVN-BdA, Verbände, Gewerkschaften und Parteien angehören. Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf betreute Führungen für Gruppen. Näheres zur Ausstellung auf der Düsseldorfer Internetseite.
Januar 2008: Gedenken an Auschwitz-Befreiung
Der 27. Januar ist der international begangene Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Er erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945. Gemeinsam mit dem Jüdischen Kulturverein Schalom beging die Stadt Ratingen am Sonntag, 27. Januar 2008, 12.30 Uhr, den Gedenktag mit einer stillen Kranzniederlegung am Ehrenmal für die Opfer der Gewaltherrschaft, Werdener Straße/Peter-Brüning-Platz. Neben zahlreichen Gästen aus Rat und Verwaltung waren auch Vertreter des Landesverbandes der Sinti und Roma NRW gekommen.
Dezember 2007: Die Kleinen stahlen allen die Show! Chanukka-Feier 5768


Am letzten Tag des achttägigen Lichterfests Chanukka im Jahr 5768 (2007/2008) feierten die Schalom-Mitglieder und ihre Gäste wieder einmal ausgelassen im Ratinger Medienzentrum. Rabbiner Vladyslav Kaplan von der Gemeinde Düsseldorf und der orthodoxe Rabbiner Chaim Barkan vom Düsseldorfer Chabad Lubawitsch waren gekommen, um gemeinsam mit Vadym Fridman (Schalom) und Ratingens Bürgermeisterin Anneliese Korzonnek die Lichter der Chanukkia anzuzünden (Bild). Eine besondere Freude waren die Darbietungen der Kleinsten. Unter sachkundiger Leitung der Pianistin und Klavierlehrerin Marina Kheifets (Düsseldorf) stahlen die kleinen Nachwuchspianistinnen und -pianisten allen die große Show. Großer Jubel belohnte die jungen Talente. Unter den zahlreichen Gästen an diesem Abend waren Wolfgang Busch, Vorstandsmitglied der Sparkasse Ratingen, Manfred Buer vom Lintorfer Heimatverein, Ratingens ehemaliger Integrationsbeauftragter Franz Naber und Vertreter der muslimischen Gemeinschaften. Fotos: Franz Naber
November 2007: Großes Jubiläum - Fünf Jahre Schalom in Ratingen!

Die Rabbiner Soussan (links) und Kaplan

Auftritt des Chors

Bürgermeisterin Paprotta und Vadym Fridman

Martin Sahler, Vadym Fridman, Margret Paprotta, Erika Münster und Rabbiner Soussan (von vorne)

Juan-Miguel Strauss

Im Saal des Stadtmuseums

Großer Applaus für den Chor

Das leckere Büffet...

...erfreute auch Prof. Dr. Stefan Rohrbacher und Esra Cohn.
Ein großer Erfolg war die Feststunde zum fünfjährigen Bestehen des Kulturvereins am 14. November 2007 im Museum der Stadt Ratingen. Über 150 Gäste kamen zur Gratulation. Die Caritas Mettmann spendierte ein reichhaltiges Büffet, die Jüdische Gemeinde gratulierte mit einem tollen Konzert des 35-köpfigen Synagogenchors.
Zu den zahlreichen Festgästen zählten Vertreter von Rat und Verwaltung, Bürgermeisterin Margret Paprotta (CDU), Düsseldorfs Rabbiner Julien-Chaim Soussan und Vladyslav Kaplan, der Gemeindevorsitzende Juan-Miguel Strauss, Gemeinderatsvorsitzender Prof. Dr. Stefan Rohrbacher, Esra Cohn, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, Stadtarchivarin Dr. Erika Münster-Schröer, Kulturdezernent Dirk Tratzig, SPD-Chefin Elisabeth Müller-Witt, die Vorsitzende des Kulturausschusses des Kreises Mettmann Erika Cebulla (CDU), der ehemalige Integrationsbeauftragte Franz Naber, Pfarrer Frank Schulte und viele mehr. Sigrid Ritzmann-Striss und Martin Sahler vom Caritasverband Mettmann betonten die Wichtigkeit Schaloms für die Integration, den interreligiösen Dialog und das kulturelle Leben in der Stadt.
Der Synagogenchor brillierte unter der Leitung von Rozalya Chufistowa. Rabbi Soussan erinnerte an die Bedeutung der Zahl Fünf im Judentum, vor allem wegen der fünf Bücher Mose. Er wünschte nach jüdischer Tradition viel Glück „für die nächsten 120 Jahre.“ -- Fotos: Franz Naber
Oktober 2007: Neues Buch zur Geschichte der Juden im Bergischen Land erschienen
Der Volkskundler Dr. Bastian Fleermann, Lehrbeauftragter an der Universität Duisburg-Essen, legt sein neues Buch vor: "Marginalisierung und Emanzipation. Jüdische Alltagskultur im Herzogtum Berg 1779-1847". Es ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt über den > Verlag Schmidt. Erstmalig bietet diese Studie einen tiefen Einblick in den Alltag der jüdischen Minderheit im Herzogtum Berg. Wie kaum eine andere Gruppe war das alltägliche Leben der Juden von den drastischen Veränderungen der Zeit um 1800 betroffen: Ihre rechtliche Situation verbesserte sich zur Zeit der französischen Vorherrschaft am Rhein grundlegender als in nahezu allen anderen Staaten des Deutschen Bundes. Waren die Juden noch im Alten Reich von den "Schutzbriefen" und Geleitspatenten der bergischen Landesherren abhängig, so eröffneten sich nach 1806 neue Handlungsräume in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die Juden bewegten sich im Spannungsfeld zwischen Ausgrenzung und Assimilation, sozialem Aufstieg und einem allmählichen Eintritt in die bürgerliche Ordnung.
Gedenken an Novemberpogrom 1938
Die zentrale Gedenkveranstaltungen zum Pogrom vom 9. November 1938 findet in diesem Jahr am Donnerstag, 8. November 2007, um 17 Uhr im Medienzentrum Ratingen mit anschließender Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof an der Werdener Straße statt. Ratingens Bürgermeister Harald Birkenkamp lädt alle Bürgerinnen und Bürger zum stillen Gedenken.
Shana tova! zum neuen Jahr. Rosh HaShana-Fest in Ratingen war voller Erfolg
Am 19. September 2007 feierte der Kulturverein das Neujahrsfest 5768 mit zahlreichen Gästen. Der Düsseldorfer Rabbinatsassistent Vladyslav Kaplan blies das traditionelle Widderhorn „Shofar“, um das neue Jahr gebührend zu begrüßen. Die Schalom-Mitglieder konnten zudem viele weitere Gäste begrüßen, darunter Dr. Oded Horowitz vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Ratingens Bürgermeisterin Anne Korzonnek, SPD-Chefin Elisabeth Müller-Witt, Pfarrer Frank Schulte, Sigrid Ritzmann-Striss vom Caritasverband, Stadtarchivar Joachim Schulz-Hönerlage, FDP-Ratsfrau Hannelore Hanning sowie Vertreter des Integrationsrates. Zur Unterhaltung der Gäste gab es reichlich Musik und koschere Köstlichkeiten.
Foto: Der Rabbiner beim Blasen des Shofar (Bild: Fleermann)
"Gut Rosch/guten Rutsch!": Auf ein süßes neues Jahr 5768!
Am Mittwoch, 19. September 2007, begeht der Jüdische Kulturverein Schalom den Jahreswechsel und das Neujahrsfest des neuen Jahres 5768 (2007/2008) Rosch HaSchana. Das Fest findet ab 19 Uhr im Cafe des Medienzentrums, Peter-Brüning-Platz 3, in Ratingen statt. Gäste sind herzlich willkommen.
Schalom Berlin!
Am 18. und 19. August 2007 geht es für einige Mitglieder des jüdischen Kulturvereins Ratingen per Bus in die Bundeshauptstadt. Dort wird – neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, welche Berlin zu bieten hat – auch das neue Jüdische Museum (Foto) besucht. Im Internet unter www.juedisches-museum-berlin.de
Kulturverein besucht das Jüdische Museum in Dorsten
Der Jüdische Kulturverein besucht am 9. Juni 2007 das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten. Es zeigt in seiner
Ausstellung die Religion und Kultur der Juden in Deutschland und insbesondere die Geschichte des Judentums in Westfalen.
Dem Museum ist ein Lehrhaus mit einer Bibliothek und kulturellem Programm angeschlossen.
Internetseite des Museums: http://www.jmw-dorsten.de/
Großes Purimsfest im Rahmen der Jüdischen Kulturtage im Rheinland 2007

Im voll besetzten Freizeithaus Ratingen West wurde am Dienstag abend das diesjährige Purimsfest mit fröhlichem
Schauspiel aus dem Buche Esther, Musik und Tanz, viel Wein und selbstgemachten "Hamantaschen" begangen. Aus Düsseldorf
waren Esra Cohn, Vorsitzender des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden, und Rabbiner Vladyslaw Kaplan gekommen.
Bürgermeisterin Anne Korzonnek begrüßte die zahlreichen Gäste.
Zu den Jüdischen Kulturtagen im Rheinland
Chanukkafest 2006 in Ratingen

Am 20. Dezember feierten die Mitglieder des Kulturvereins das diesjährige Chanukkafest. Die Ehrengäste, Bürgermeisterin Margret Paprotta (CDU) und Esra Cohn, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Nordrhein, entzünden die Lichter an der Chanukkia (Fotos: Franz Naber)
Herbst 2006: MdB Kerstin Griese zu Gast bei Schalom
„Es ist toll, dass es wieder ein aktives Judentum in Ratingen gibt“, sagte die Abgeordnete Kerstin Griese anlässlich
eines Besuches beim Jüdischen Kulturverein „Schalom“. Auf Einladung des Vereinsvorsitzenden Vadym Fridman hat sie sich die
Vereinsräumlichkeiten in der Ratinger Innenstadt angeschaut und sich über die Arbeit informiert.
Ratingen gehört zum Einzugsbereich der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. „Dass sich innerhalb einer solchen Großgemeinde ein
selbstständiger und so aktiver Verein bildet, ist sehr ungewöhnlich. Umso höher ist das Engagement der Ratinger Juden
einzuschätzen“, lobt Griese. Die Synagoge steht zwar in Düsseldorf, aber einmal im Monat kommt ein Rabbiner nach Ratingen,
um mit „Schalom“ den Gottesdienst zu feiern. „Die alte Ratinger Synagoge ist in den vierziger Jahren abgetragen worden“,
bedauert Kerstin Griese das Fehlen eines jüdischen Gotteshauses.
Besonders lobenswert findet Kerstin Griese, dass der Verein die großen jüdischen Feste öffentlich feiert. „In Deutschland
gibt es leider nur geringe Kenntnisse über das Judentum.“ Da sei es wichtig, dass „Schalom“ auch öffentlich wahrgenommen
wird. „Der Verein ist zudem im interreligiösen Dialog engagiert und pflegt Kontakte zu den christlichen Kirchen und zum
Moscheeverein“, hebt Griese die Verständigungsarbeit hervor.
Text/Bild: MdB Kerstin Griese (SPD)
Rosch HaSchana 5767 / 2006
Traditionell wurde zum jüdischen Neujahrsfest das Schofar geblasen, ein ausgehöltes Horn eines Widders. Eine besonderer Ehre war der Besuch des Düsseldorfer Gemeinderabbiners Julian-Chaim Soussan, der die feierlichen Signaltöne in diesem Jahr als Gast übernahm.
Beim Neujahrsfest gab es koscheren Wein, traditionelle Hefezöpfe sowie Äpfel, die in Honig getunkt werden, um ein „süßes“ neues Jahr zu wünschen. (Fotos: Karin Müller)
Alles Gute zum neuen Jahr: Rosh HaShanah 5767
...und der Versöhnungstag steht schon vor der Türe!
Am Abend des 1.Oktober 2006, am Ende der zehn Bußtage, die mit Rosh haSchanah begannen, begehen wir den Tag der Versöhnung, Jom Kippur, der höchste aller Feiertage. Er steht am Ende einer 40tägigen Zeit der Reue und der Buße, nachdem unsere Vorfahren das Goldene Kalb am Fuß des Berges Sinai angebetet hatten, - eine der schwersten Verfehlungen Israels in seiner Beziehung zu G´tt. G´tt hatte dem Volk nach dieser Zeit der Umkehr verziehen und Seinen Bund mit Israel erneuert und diesen Tag für alle Zeiten zum Tag der Versöhnung bestimmt.
2006: Erster Gottesdienst seit 80 Jahren in Ratingen
Am 7. Juli 2006 begingen die Ratinger Juden, die sonst in die Düsseldorfer Synagoge gehen, zum ersten Mal seit 80 Jahren wieder einen jüdischen Gottesdienst in der Stadt. Rund 40 Mitglieder des Kulturvereins begrüßten den Düsseldorfer Rabbiner Michail Kogan in den Vereinsräumlichkeiten, um mit ihm den Sabbatgottesdienst zu feiern. Weiter...

























